Der kleine Drache

Der kleine Drache

Fast lautlos fliegt er durch die Welt, jeder Flügelschlag so voller Kraft.
Wärmt sich im Licht der Sonne; seine Schwingen glänzen bunt.
Erschöpft verweilt er eine Zeit, ruht nicht lange auf demselben Fleck.
Erst ein Baum mit grünem Stamm und gelbem Blätterkleid.
So leicht, ein Windstoß reißt ihn fort, zerbrechliche Schönheit.
Ruht auf einem Blatt, größer als sein Schatten.
Ich greife nach ihm, mit meiner Hand und fange den Drachen.
Ängstlich schlägt er mit den Flügeln, so verletzlich, Flügel weich wie Samt.
So leicht ich spüre ihn kaum, könnt‘ ihn ein Leben lang halten.
Ich lasse los, nur einen Herzschlag später ist er fast vergessen.
Mein bunter Drache, ich erinner mich noch lange.
Sein Umriss wird kleiner, ich schau ihm nach bis in die Ferne.
Geblieben ist nur ein Bild, von einem Drachen.
Manch einer nennt dieses Geschöpf auch Schmetterling.
Doch Kinderaugen sehen einen Drachen.
Menschen nennen es Macht!
Doch Kinderaugen sehen den Krieg, den Schmerz!
Ihr nennt sie Feinde!
Doch Kinder nennen sie Familie.
Hört auf und lasst die Drachen frei.
Kein Krieg macht Menschen so mächtig wie ein Kinderherz nur sein kann!

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