Der tiefe Riss

Der tiefe Riss

Woher kommt der Ton, der hell in meinem Ohr vibriert?
Höre ich die einzelnen Tropfen des Regens.
Wie sie zusammen auf die Blätter eines Baumes fallen?
Windet sich geschmolzenes Eis durch kleine Löcher.
bis sie die Höhlendecke hinab fallen?
Vor meinen Füßen landen und platzen.
Vibriert in meinem Ohr der Ton der Gefahr.
Ist es das knistern eines lodernd Feuers.
oder doch nur der samtweiße Schnee.
in den ich langsam sinke?
Gefriert Raufreif leise auf meiner Haut.
und ziert mich mit Blumen aus Eis?
Höre ich das weit entfernte Meer.
wie seine Wellen sanft am Ufer brechen?
Es fühlt sich an wie Lava.
Lautlos schiebt sie sich durchs Tal.
und erstarrt knisternd zu schwarzen Kissen.
Zerreißt es mich jetzt, wie die Erde unter mir.
Auch ein langer Riss wird klein geboren.
Kleine Risse knistern sich zusammen.
Ein tiefer Riss in meinem Herz.
Sehnsucht und Träume brechen sie auf.
Meine menschliche Hülle.

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