Vatnajökull

Vatnajökull

Weiß an Eis, soweit der kalte Boden reicht.
Aus der Tiefe hochhinauf, bis an den Rand.
Schneetief die kalten Wellen lauern.
Endlos weites, blaues Eis treibt auf dem Meer.
Nur das tosende plätschern der Wellen hallt im Ohr.
Eisige Stille weht über das karge Land.
Kein Baum in weiter Ferne, nicht ein Blatt.
Nichts als saftig grüne Wiesen, weiße Flecken.
Springen, laufen, tanzen gar durchs Grün.
Unberührter Boden, Formen wie gemalt.
Schwarz wie keine Nacht an diesem Fleck.
Am Himmel bunte Lichterfäden, grüne, blaue.
Kleine Sterne fallen herab, landen sanft im Weiß.
Nicht selten bahnt sich ein rote Schlange.
Tief und laut durch jenes Land.
Das sie Tag um Jahr bedeckt, beschützt.
Tief im Berg, gar unter allem tobt das Leben.
Glühend rot und heiß so kalt wie Eis.
Wächst und wächst, verschlingt die Erde.
Bis sie bricht und Feuer in den Himmel speit.
Weiße Berge werden flüssig, ziehen ihre Bahnen.
Bedeckt von weichem Grau, dass aus der Erde steigt.
Elfen Folgen jenem Fluss bis weit ins Tal.
Dort leben Mensch an Elf, Seite an Seite.
Zeigen sich nur am Tag, nicht jedem.
Und nicht in drei Stunden Sommernacht.
Die Zeit steht hier nicht still.
Kein Ort sieht morgens aus wie gestern.
Aber langsam, langsam läuft die Zeit.
Die Vergangeheit vergeht hier niemals.
Manches bleibt ewig, für immer ein Teil.
Der ewig kargen Welt, nur kleine, schwarze Berge.
Wachsen hier und dort aus jenem Meer.
Das alles umgibt, schützend und magisch.

– Besser du stehst auf deinen eigenen Füßen als auf fremden –
Zitat des Landes

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