Weltreise

Weltreise

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Ich wache auf, benommen.
Glutrote Hitze, trocken.
Sand umgibt mein ich.
Mein Hals gef├╝llt mit Staub.
Hei├če Luft steigt stetig .
Hoch hinauf, ich schau ihm nach.
Dem blauen Himmel entgegen.
Ich sinke zu Boden, regungslos.
Wei├čes Nichts in naher Ferne.
Als w├╝rde der Boden brennen.
Trockner Schwei├č perlt an mir herab.
Verdunstet ehe er den Sand ber├╝hrt.
Sengende Sonne brennt auf meiner Haut.
Ich sp├╝re den Wind, wie Lava.
Z├Ąhle jedes K├Ârnchen Sand.
Das sich unter meinen F├╝├čen biegt.
Wie weit die Beine mich auch tragen.
Erreiche ich doch niemals den Fluss.
Im Strom der Zeit, Endlichkeit.
Ein kahler Ast in totem Boden.
Trocken, leblos, braun.
Ein wei├čes Gesicht.
Aus Knochen daneben.
Starrt voller Leere in die Weite.
Wie lange liege ich schon hier.
Dann wache ich auf, abermals.
Treibe durch mein Leben dahin.
Auf wei├čem Eis in blauer Unendlichkeit.
Wellen peitschen auf mich ein.
Kraftlos halte ich mich fest.
An allem was ich habe, hier und jetzt.
Zeit, nichts weiter, nur Zeit.
Gefroren, gefangen im Eis.
Falle weiter in die Tiefe und friere.
Blau wird mehr und mehr zu schwarz.
Ich schlafe ein und tr├Ąume.
Verschwommene Bilder tauchen auf.
Ein rauschendes Ger├Ąusch.
Wasserkugeln platzen auf der Haut.
Ich steh allein im Regen.
Braunblaue Linie ziehen sich durchs Land.
Unheil droht von oben.
Tiefdunkle Wolken, gef├╝llt mit Leben.
schleppen sich tr├Ąge die Fl├╝sse entlang.
Hoch ├╝ber den B├Ąumen.
Ein grelles Zittern im Dickicht.
Der eben schwarze, wei├če Himmel nun.
Donnert seine Lebenskraft tief in mein Herz.
Ich verlaufe mich im Gras.
H├Âher als meine menschliche H├╝lle.
Ich laufe und laufe, nur vor mir davon.
Wei├č. Stille. Ich wache auf.
Starre an die Decke meines Zimmers.

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