Sturm der Schmetterlinge

Sturm der Schmetterlinge

Keiner der beiden, wusste um den anderen.
Immer in den neuen Tag hinein, flogen beide froh des Lebens, ihres Weges.
Doch einst trafen sich die Herzen.
Ihre Flügel strichen sanft einander.
Zusammen ist die Wiese größer, der Himmel blauer, schmeckt der Nektar süßer.
Doch im gemachten Nest, gewiss gefiel es beiden, war kein Platz.
Die Flügel rieben aneinander, raubten mal dem einen, mal dem anderen die Sicht.
Ein jeder Tag schuf neue Gitterstäbe, in dem Käfig den sie gar ihr eigen nannten.
Sie schlugen immer wilder mit den Flügeln.
Immer in der Hoffnung zu entkommen.
Doch mit weit gespreizten Flügeln, vermochte es keiner der beiden, zwischen zwei Stäben hindurch zu fliegen.
So schlugen sie immer wilder mit den Flügeln.
Bis letztendlich einer nicht mehr konnte; nachgab.
Die Flügel reglos, müde; fiel er durch die Gitterstäbe.
Im Käfig lebend, tobten einsam weiter die zwei Flügel.
Der andere erschöpft, des Lebens nicht mehr froh, lag er am Boden.
Unbemerkt vom Sturm der aus dem Käfig drang.
Die Flügel wund, zerschunden.
Dabei hätte stillstand so viel mehr erreichen können.
Die Flügel mit dem Wind zu schlagen, nicht gegen ihn.
Gemeinsam fliegen in die selbe Richtung.

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