Schlagwort: Farben

Symphonie

Symphonie

Die Nacht zaubert ein Lichtermeer.
An den sonst so finsteren Himmel.
Erst das Licht, dann folgt der Ton.
Farben malen Gefühle in mir aus.
Kleine Tränen wollen mir entweichen.
Doch der eisige Wind friert sie fest.
Blaugrünes Licht schimmert in ihnen.
Ein Flammenmeer brennt alles nieder.
Glänzende Funken regnen herab.
Ohrennetäubender Lärm hallt durch die Zeit.
Die ich für Minuten gebannt anhalte.
Alles um mich herum vergesse.
Und in die Galaxie über meinem Kopf eintauche.
Wieder ein Bild, wieder eine Farbe.
Rotblauer Regen fällt den Himmel hinauf.
Ich sehen kleine Funkenkugeln.
Sie schnelle an den Farben vorbei.
Ein monotoner Knall, ein rauschen.
Das Himmelszelt es leuchtet, funkelt.
In einer Symphonie aus Rauch.
Das bunte Farbenspiel soll nie enden.
Meine Gedanken überschlagen sich.
Die Töne werden lauter, weiß.
Eine neue Galaxie, rot.
Der Takt verdoppelt sich, grün.
Sterne fallen vom Himmel, blau.
Was bleibt ist Dunkelheit.
Und die Erinnerung.
An eine Symphonie.

Foto von Corinna P.

Ich bin

Ich bin

Ich bin das Buch.
So voller Leben.
Der Wind blättert meine Seiten um.
Zieht hastig durch meine Kapitel.
Ich bin das Treibholz.
Das das Leben weiter treibt.
Den Fluss hinauf.
Ich bin das Ufer.
An dem mein Leben strandet.
Und langsam in mir versickert.
Ich bin der Sand.
Auf dem alles Leben lebt.
Und langsam versiegt.
Ich bin der Tropfen Wasser.
Der zu Boden fällt.
Vom Wind getragen.
Durch die Lüfte gewirbelt.
Bis ich letztendlich aufschlage.
Ich bin jeder Tropfen.
In den ein Regentropfen zerspringt.
Ich bin alle Farben.
Gelb, rot, lila, blau, Regenbogen.
Ich bin der Winter.
Lege mich sanft auf den Herbst.
Ich bin das monotone grau in weiß.
Das alles Bunt bedeckt.
Bin der Schnee, das Glück.
Ich bin die vierte Jahreszeit.

Nachts

Nachts

Schwarz, helles schwarz.
Dunkles Schwarz, dazwischen.
Flecken, kantiges Weiß.
Unwirkliche Formen der Wirklichkeit.
Ein Rauschen umgibt mich.
Ich lebe und bin wach.
Das ungleichmäßige Atmen.
Ein und aus, schwarz und weiß.
Des Menschen den ich liebe.
Ja jene Geräusche, ein und aus.
Treffen tief auf mein linkes Ohr.
Vermischt sich mit dem Rauschen.
Ich starre den wirren Flecken nach.
Kenne den Raum in dem ich liege.
Erkenne ihn aber nicht.
Die Formen verzerrt, die Farben.
Von weiß bis schwarz.
In meinem Kopf hallt ein Konzert.
Der Tag zieht vorbei, tonlos.
Mehr Stille dringt in mich ein.
Mein Körper windet sich.
Doch findet keinen Schlaf.
Denk doch bitte nicht mehr nach.
Winter, eine Straße, Herbst, Töne.
Blut, im Schnee, von Laub bedeckt.
Meine Augen zittern, mein Puls rast.
Ich bin hellwach, ein dunkler Traum.
Wie lange war ich fort.
Nur Sekunden, keine Ewigkeit.
Schwarzes Rauschen, weiße Formen.
Noch immer dröhnt die Luft.
Welche sich sanft in mein Ohr verwirbelt.
Die Decke starrt mich an.
Leere, nur ein schwarzes Viereck.
Durch das Fenster dringt ein Licht.
Verzerrt die mir vertrauten Dinge.
Und wirft sie an die Wand.
Ich atme ein und aus.
Absichtlich taktlos, Dur und Moll.
Ich schlafe ein und aus.
Gedanken stürzen sich hinab.
Fallen tiefer ins Dunkel.
Ergibt das alles einen Sinn?.
Ich wirre die Gedanken.
Fädel sie ein und stecke sie auf.
Suche den Sinn, sehe die Formen.
Schwarz.
Ich schlafe.
Grau.

Nachtwinter

Nachtwinter

Kalter Wind stört meinen Schlaf.
Meine Gedanken zwingen mich zu denken.
Die dunkle Nacht vertrieb den Tag.
Und unter weißem Schnee bedeckt.
Lebt leise weiter diese graue Welt.
Ich erinner‘ mich an bunte Farben.
An einen Sonnenstrahl, ein Lachen.
Durch die Nacht hallt laut ein Ton.
Meine Tränen frieren leise ein.
Zerbrechen sanft, ich schlafe ein.
Wieder male ich ein Bild in mir.
Das bunte Bild, es ist so kalt.
Auf der Leinwand dunkelblaue Farbe.
Alt und rissig ist das Bild.
Die Farben schon vertrocknet.
Und steht die Zeit auch niemals still.
Ich denke gerne an die alte Zeit.
Tonlos lebt die Zeit in mir.
Wo ist das Kind das lacht?
Mit bunten Farben spielt.
Wo nur ist diese bunte Zeit?
Ein warmer, grauer Sonnenstrahl.
schimmert grell durchs Fenster.
Der alte Staub vergangener Zeit.
Ich schaue durch mein Fenster.
Hinaus auf diese bunte Welt.
Noch weiter raus aufs grau.