Schlagwort: Gedichte

Eisiges Feuer

Eisiges Feuer

Dein Haar glutrot, tanzt um das lodernd Holz.
Ein knistern, Klänge weich wie Federn.
Schwarze Rosen zieren deinen Leib.
Deine Haut so sanft wie Mondenschein.
Trägst du doch Spuren eines alten Kusses.
Sag wer gab ihn dir, wer liebte dich so sehr.
Im Feuer deiner Liebe brennt sein Name.

Nackt, geboren wie wir sind.
Tanzt du leise um den See aus Sehnsucht.
Rosenblätter fallen auf dich herab.
Ein jenes Blatt es welkt, wird braun.
Sieben Rosen werden schwarz.
Ein neuer Kuss auf deinem Leib.

Die Schlacht ist jüngst geschlagen.
Weder Sieg noch bitterliches Ende.
Auf weiter Wiese taumelt im eisigen Wind.
Ein junger Sprössling zart und unberührt.
Sieben Tage willst du wachen.
Das kein Narr, kein Ross, kein wildes Tier.
dem jungen Leben schenkt ein Ende.

Ein Blumenkranz in deinem Haar.
Trägst eine Hand voll Nelken in die Welt.
Wer wird ernten was du säst?.
Im Winde weht dein seiden‘ Kleid.
Rufst seinen Namen in den Sturm.
Sieben Töne klingen in die Ferne.

In mir eine Melodie, ich folge ihr.
Durch Wald und Täler will ich gehen.
Sieben Nächte von dir träumen.
Dein Herzschlag leitet mir den Weg.
Vorbei an einem See aus Sehnsucht.

Ich suche uns solange bis ich bei dir bin.
Meine Hand, ich lege sie in deine.
Deine Rosen blühen auf.
Tränen fallen auf die schwarze Farbe.
Schenk mir nur einen Kuss.
In meiner Hand, ich halte es ganz fest.
Ich brachte es zu Dir, es ist die Nelke deine!

Los, bauen wir eine Mauer

Los, bauen wir eine Mauer

Los, bauen wir eine Mauer!

Kommt lasst uns eine Mauer bauen.
Das gute im Herzen lässt sich bestimmt noch versauen!

Was sind schon Gefühle, wenn es nicht die eigenen sind?
Das sind doch nur Menschen und ein paar Kinder, wir sind eben blind.

Lasst sie nicht rein, und schmeißt sie hier raus!
Wir Spießer reihen weiter Haus an Haus.

Niemand hat Platz, jeder hat Angst.
Merkst du als Mensch was Du da verlangst?

Habt ihr vergessen was damals war?
Es war aus Stein und stand einfach da.

Hattet ihr Angst, die andere Seite zu sehen?
Hat man euch beschimpft und weggesehen?
Noch schlimmer, jeder muss es gestehen.
Wer wollte da schon mitgehen?

Es ist doch egal, wie jemand aussiehst.
Woher er auch kommt und was auch geschah.
Jeder einzelne wäre Tod; beinah!
Suchen alle eine Chance und das halt stadtnah.

Ja es macht Angst, es braucht auch Vertrauen.
Was sollen wir mit Hass, darauf kann man nicht bauen!

Der Weg in ein anderes Land, aus dem eigenen verbannt.
Oder aus Angst ohne Familie allein los gerannt.

Meint ihr wirklich, das sind Träume für die jemand lebt?
Menschen, dessen Leben in Containern vergeht.

Wer nährt diesen Hass und die Dummheit auf diesem Planet?
Wir haben alle nur den einen, wie wärs wenn sich etwas bewegt?

Es ist wie es ist, dass wird sich nicht ändern.
Es bleiben immer noch Menschen, nur aus anderen Ländern.

Durchlebten Nächte der Angst, wir hörten Musik und schauten Fern.
Überlebten Tage voller Angriffe durch Bomben, kennen kein Stern.
Wenn die Lichter am Himmel nur Unheil bringen.
Was erzählt ihr den Kindern, während Fenster zerspringen?

Haben sich endlich gerettet, wollen nur ein Dach und eine Nacht Ruhe, raus aus dem Dreck.
Lebend neben der Familie aufwachen und etwas Nahrung, wir werfen sie doch sonst eh weg.

Kommt lasst uns eine Mauer bauen.
Das gute im Herzen lässt sich bestimmt noch versauen!

Wacht endlich auf, der Hass bringt hier niemanden weiter!
Keine Angst da strebt niemand nach, sind alle schon Zweiter.

Wir wollen alle nur Hoffnung und ein Lachen.
Also reißt die Mauern in den Köpfen ein und lasst uns aufwachen!

Mensch ist Mensch, Krieg ist Krieg, Sieg ist…
immer Krieg, menschen gemacht, wählt eure Worte mit bedacht!

Jedem kann es einmal so gehen!
Wollt ihr das dann so sehen?

Angekommen im gelobten Land, keine Bombe nur ein Himmel voller Sterne.
Die erste Nacht, der erste Schlaf, da hört man Hassparolen in der Ferne.
Wieder Angst, wieder Flucht?

Reißt die Mauern in den Köpfen endlich ein!
Seht es ein, es ist unser Planet, was wir zerstören müssen wir auch aufbauen!

Unser König

Unser König

In tiefschwarzer Nacht.
Kämpfe ich mich zu dir.
Durch den schutzlosen Wald.
Alle Farben kalt versteckt.
Die große Welt mit Seide bedeckt.
Aus dem tiefen, unserem Tal.
Erhebt sich der König aus Stein.
An dem wir uns einst trafen.
Dein golden Haar, es wehte im Wind.
Schönheit, die deine, die alles umgab.
Wärmte mein zitterndes Herz.
Ich laufe zu dir, kämpfe die Schlacht.
Bis ich aus meinem Traum erwacht.
Wir liebten uns ins Glück.
Zogen durch das ferne Land.
Wie viele Blumen vergingen in alter Zeit?
Welche Herzen welkten die wir trafen?
Deine Stimme ruft nach mir.
Ich folge ihr wohin sie mich auch führt.
Ich schenkte dir einen Stern.
Allein dein Lachen strahlt heller.
Geleitet mich auf schmalem Wege.
Von grünen Blättern perlt der Regen.
Flutet Meere, Seen und Wälder.
Tränen fallen bis zum Grund.
Bis ein Kuss vondeinem Mund.
Die deine, unsere Welt verstummt.
Prinz und Prinzessin ward vereint.
Halt mich, lass mich nicht ziehen.
Auf dem Berge, unserem König.
Tanz ich mit dir das Leben.

Der kleine Drache

Der kleine Drache

Fast lautlos fliegt er durch die Welt, jeder Flügelschlag so voller Kraft.
Wärmt sich im Licht der Sonne; seine Schwingen glänzen bunt.
Erschöpft verweilt er eine Zeit, ruht nicht lange auf demselben Fleck.
Erst ein Baum mit grünem Stamm und gelbem Blätterkleid.
So leicht, ein Windstoß reißt ihn fort, zerbrechliche Schönheit.
Ruht auf einem Blatt, größer als sein Schatten.
Ich greife nach ihm, mit meiner Hand und fange den Drachen.
Ängstlich schlägt er mit den Flügeln, so verletzlich, Flügel weich wie Samt.
So leicht ich spüre ihn kaum, könnt‘ ihn ein Leben lang halten.
Ich lasse los, nur einen Herzschlag später ist er fast vergessen.
Mein bunter Drache, ich erinner mich noch lange.
Sein Umriss wird kleiner, ich schau ihm nach bis in die Ferne.
Geblieben ist nur ein Bild, von einem Drachen.
Manch einer nennt dieses Geschöpf auch Schmetterling.
Doch Kinderaugen sehen einen Drachen.
Menschen nennen es Macht!
Doch Kinderaugen sehen den Krieg, den Schmerz!
Ihr nennt sie Feinde!
Doch Kinder nennen sie Familie.
Hört auf und lasst die Drachen frei.
Kein Krieg macht Menschen so mächtig wie ein Kinderherz nur sein kann!

Buntes Band

Buntes Band

Dieses tiefe Gefühl der Geborgenheit,
das Lachen der Menschen zu sehen die man liebt,
ihre Gefühle zu fühlen und sie aufzufangen,
wenn sie fallen und ihnen zu zeigen,
wie wertvoll sie sind, das ist das bunte Band.
Niemand durchtrennt dieses bunte Band,
was umgeben von grauer Leere, welche die Farben trübt,
das Gefühl einer Familie aufrechthält.
Nichts auf dieser Welt, in der Welt,
die ich mir selbst geschaffen,
aufgebaut auf Gefühlen und Erinnerungen,
ist stark genug, das Band zu durchtrennen.

Doch dieses Gefühl das niemals zu hören ist,
und doch im Kopf hämmert und schmerzt,
als wäre es der lauteste Ton,
bringt dieses Band zum schwingen.
Und wenn die Fassade zerbricht,
langsam zerbröckelt und Vergangenheit,
die Gegenwart umhüllt, das bunte Band zu reißen droht,
dann halte ich es mit meinen Händen zusammen.
Niemand durchtrennt dieses bunte Band,
es ist meine Familie, bunt wie das Leben,
Und wenn hundert Tränen mich zu Fall bringen,
steh ich für nur eine Träne wieder auf,
und trockne sie, selbst wenn diese Träne rot ist.
In dem bunten Band steht es geschrieben,
wie ein Schwur, dass niemand jemals dieses Band durchtrennt.

Und wenn wir alle einen Teil vom bunten Band,
mit unseren bloßen, nackten Händen,
bis auch die letzte Träne getrocknet ist,
zusammenhalten, wie wir alles zusammen,
was uns das Leben in den Weg wirft,
bis zum letzten Augenblick durchstehen,
dann werden wir das Gefühl in uns spüren,
dass wir fühlten, als wir noch nicht auf dieser Welt waren,
geborgen und geschützt, ganz tief und unversehrt,
in jenem Menschen, der uns dieses wunderbare,
und manchmal auch unverständliche Leben schenkte.
Niemand durchtrennt das bunte Band.

Kopfstaben im Schlaf

Kopfstaben im Schlaf

Diese innerliche Stille wird immer lauter.
Kann vor lauter Leere nicht denken.
Es quetscht mich zusammen.
Während alles aus mir herausbricht.
Hat sich alphabetisch aufgetürmt.
Bis einer an dem A gezogen hat.
Alles brach in sich zusammen.
Unten türmte sich die Wahrheit auf.
Ein Haufen wirrer Zeichen ohne Punkt.
Kein Anfang und kein Ende.
Es fällt immer weiter, immer mehr.
Ich kann es kaum noch sehen.
Niemand kann es sehen.
Es passiert in dir, in mir tief drin.
Immer und wieder immer wieder und.
So stapeln sich Wörter und Sätze.
Ohne Verstand und Sinn.
Fragen platzen über mir.
Wann hört das auf, was soll das alles sein.
Ich will mich nur befreien.
Wieder fällt mir etwas aus dem Kopf.
Ich halt es fest, wo ist es nur?
Wach.
Ruhe.

Mehr brauche ich nicht

Mehr brauche ich nicht

Ich bin nur ein kleiner Mensch.
Ein kleiner Mensch auf einer Kugel.
Einer großen Kugel voller Wunder.
Wunder die kaum jemand sieht.
Ich kann es zwar nicht sehen.
Doch ich spüre es mit jeden Herzschlag.
Es schlägt schneller und lauter.
Um mich herum lebt das Leben.
Zieht an mir vorbei, reißt mich mit.
Gefüllt mit Gefühlen, meinen, deinen.
Jeden Tag bin ich glücklich.
Und traurig und ängstlich.
Hunderte Gefühle leben in mir.
Und ich möchte tausend Dinge haben.
Ohne die ich nicht glücklich bin.
Bin ich glücklich mit all den Dingen?.
Jeden Abend schau ich nach oben.
Sehe den Himmel, die Sterne, dich.
Doch ich fühle dich nicht.
Ich dachte ich wäre glücklich.
Hab ich doch alles was ich wollte.
Wenn es auch nicht unendlich ist.
Mein Hab und Gut um mich herum.
Was bringt es mir, ich lache nicht?!
Ich freue mich nicht, allein.
Was bringen all die Dinge dieser Welt.
Die wir besitzen und besitzen wollen.
Noch immer lache ich nicht.
Mein Herz schlägt und schlägt.
Doch wofür?
Für dich!
Der Himmel, die Sterne.
Nur dich brauche ich.

Tief in mir

Tief in mir

Es ist in mir, tief in meinem Kopf.
Als würde es leben, wie ein Wesen.
Aber ich kann es nicht fangen.
So liebevoll und ehrlich.
Und doch ist es kühl und allein.
Diese unerreichbare Schönheit.
Es ist klein aber unendlich stark.
Ich werde dir nie gehören.
Es braucht niemanden zum Leben.
Leider wirst du mir auch nie gehören.
Seit Jahren bist du unerreicht.
Das wirst du auf ewig bleiben.
Als würde uns etwas verbinden.
Ziehen uns an und stoßen uns ab.
In jeder Sekunde unseres Daseins.
Wir sind uns so nah.
Können wir ferner je sein?
Waren es immer und waren schon näher.
Ein Kuss, ein Blick, kein Wort.
Bist du mein nie endender Traum?
Werde ich dich jemals berühren?
Ich kann es sehen, das Feuer in dir.
Du bist kühl und doch ich würde brennen.
Ich will brennen, damit es aufhört.
Wie viele Zeilen schrieb ich dir schon?
So viele wie Gedanken in mir sind.
Jeder Gedanke dreht sich nur um dich.
Was kennst du von mir?
Nur soviel wie ich von dir kenne.
Alles würde sich ändern.
Würdest du es wissen.
So schweige ich.
Bis ich brenne.