Schlagwort: Jahreszeit

Ich bin

Ich bin

Ich bin das Buch.
So voller Leben.
Der Wind blättert meine Seiten um.
Zieht hastig durch meine Kapitel.
Ich bin das Treibholz.
Das das Leben weiter treibt.
Den Fluss hinauf.
Ich bin das Ufer.
An dem mein Leben strandet.
Und langsam in mir versickert.
Ich bin der Sand.
Auf dem alles Leben lebt.
Und langsam versiegt.
Ich bin der Tropfen Wasser.
Der zu Boden fällt.
Vom Wind getragen.
Durch die Lüfte gewirbelt.
Bis ich letztendlich aufschlage.
Ich bin jeder Tropfen.
In den ein Regentropfen zerspringt.
Ich bin alle Farben.
Gelb, rot, lila, blau, Regenbogen.
Ich bin der Winter.
Lege mich sanft auf den Herbst.
Ich bin das monotone grau in weiß.
Das alles Bunt bedeckt.
Bin der Schnee, das Glück.
Ich bin die vierte Jahreszeit.

Nachtwinter

Nachtwinter

Kalter Wind stört meinen Schlaf.
Meine Gedanken zwingen mich zu denken.
Die dunkle Nacht vertrieb den Tag.
Und unter weißem Schnee bedeckt.
Lebt leise weiter diese graue Welt.
Ich erinner‘ mich an bunte Farben.
An einen Sonnenstrahl, ein Lachen.
Durch die Nacht hallt laut ein Ton.
Meine Tränen frieren leise ein.
Zerbrechen sanft, ich schlafe ein.
Wieder male ich ein Bild in mir.
Das bunte Bild, es ist so kalt.
Auf der Leinwand dunkelblaue Farbe.
Alt und rissig ist das Bild.
Die Farben schon vertrocknet.
Und steht die Zeit auch niemals still.
Ich denke gerne an die alte Zeit.
Tonlos lebt die Zeit in mir.
Wo ist das Kind das lacht?
Mit bunten Farben spielt.
Wo nur ist diese bunte Zeit?
Ein warmer, grauer Sonnenstrahl.
schimmert grell durchs Fenster.
Der alte Staub vergangener Zeit.
Ich schaue durch mein Fenster.
Hinaus auf diese bunte Welt.
Noch weiter raus aufs grau.

September

September

Der neue Monat bricht heran,
der September fängt nun an.
Ein dunkler und verregneter,
Monat nun zu Ende geht,
der August nun vor dem Sterben steht.
Die Bäume nun ihr Blätterkleid verlieren,
die Menschen durch den Wald spazieren,
durch tote Blätterhaufen gehen.
Die grüne, monotone Welt, sie faucht,
in eine farbenfrohe, bunte Zeit eintaucht.
Die Blätter melancholisch schimmern,
windig, kalt der Luftzug durch die Bäume flieht,
unzählig viele Blätter mit sich zieht,
bis auch der letzte Baum alleine ist,
kein Blatt mehr an ihm ist, die Krone leer,
die Welt verziert mit einem Blättermeer.
Wenn bald die Tage enden spät,
und der grelle Morgen dunkel scheint,
dann auch die Herbstzeit um die Farben weint.
Die farbenfrohe, bunte Zeit nun braun sich kleidet.
In unseren Herzen schon die Trauer brennt.
Das ist der Monat gar, der sich September nennt.

Die Herbstfarben sind leise

Die Herbstfarben sind leise

Auf die nasse Erde fällt das Blätterkleid.
Mit Laub bedeckt die alte Sommerzeit.
Geigen spielen sanft im Wind.
Leise tanzt und singt das Winterkind.
Die leeren Flüsse laufen über.
Wo das Meer den Horizont berührt.
Entlieben sich Gezeiten; Jahreszeiten.
Der Strom der Zeit wird braun.
Die Welt taucht ein, wird bunt.
Mehrfarbig Weiß.
Schneebedeckt das braune Laub.
Vergangenes Leben wird begraben.
Das bunte Bild wird trüb.
Nebel legt sich auf das Eis.
Ein Schauspiel ohne Regisseur.
Das Theater kann beginnen.
Von Kälte eingeschlossen spiele ich im Schnee.
Sanft umhüllt das Blättermeer die Welt.
Weiße Blätter winterweit.
Das Bühnenbild wie jedes Jahr.
Ein völlig anderes wird es sein.
Nachdenklich traurig all die Menschen.
In dieser dunkel, bunten Zeit
Das weite Meer bedeckt mit Laub.
Seitenweise spielt der Herbst.
Mit den Buchstaben der Menschen.
Das Blättermeer es tobt, es pfeift und rauscht.
Blätterscharen huschen durch die Straßen.
Ein Sonnenstrahl lässt uns vergessen.
Wärmt lautlos unsere Gedanken.
Während unter Schnee bedeckt das Jahr vergeht.
Gedankenflut bei Ebbe.
Egal wohin wir gehen und sehen.
Ein anderes Bild, ein anderer Mensch.
Der Herbst umgibt uns gar.
Ich angel bunte Blätter aus dem Meer.
An jedem Baum häng ich sie auf.
Ich kann den Herbst nicht retten.
Diese bunte, warme Zeit.
So trüb wie auch der Rest des Jahres.
Ist der Winter der den Herbst vertreibt.
Die Bäume kahl, die Welt sie friert.
Wenn Sie Ihr Blätterkleid verliert.
Und leise Schnee sich auf die Äste legt.
Die Herbstfarben sind leise.
Wenn es schneit dann ist der Herbst gar weiß.

Herbstmeer

Herbstmeer

Bunte Tränen liegen in der Welt,
fliegen durch die Luft,
die Welt wird trüb.
Ich falle in ein Meer,
ohne Farben, trüb und kalt.

Wenn eine bunte Träne fällt,
dann fang sie auf,
die Welt taucht in ein Blättermeer.
Schon lange her, dass ich Dein Lachen sah,
nicht mehr lang, ich geb Dich nicht mehr her.
Wo ist der Sinn in meinen Tagen; ohne Dich?
Du bist der Sturm der durch mein Leben weht.
Ich fang Dich, küss Dich, liebe Dich.

Wenn es draußen friert,
die bunten Tränen brechen.
Wenn Dein Lachen fehlt,
ich an Dich denke und vor mir
wieder eine Träne,
in hundert graue Scherben bricht.

Der Himmel scheint aus Eis,
blau wie das Meer; grau.
Stell es Dir vor,
ein buntes Blättermeer.
Ein Meer in dem wir fühlen,
spüren, lieben.

Mit jeder Flut lieb ich Dich mehr,
bei Ebbe schreit mein Herz nach Dir.

Die Blätter werden grau.
Ein kalter Morgen,
ein warmer Gedanke an Dich.
Regen peitscht auf meine Haut.
Der kalte Wind treibt mich voran,
zu Dir, in Deine Arme.

Ich laufe durch die Welt, alleine.
Alles scheint wertlos, ohne Dich.
Die Tage trüb, die Nächte kalt und einsam.
Im grauen Nebel mal ich Dein Gesicht.
Der Herbst ist unsere Zeit,
Wir sind der Herbst.

Ein aufgewühltes Meer aus Buchstaben.
Es sind so viele; Momente.
Alles was ich Dir noch sagen möchte.
Die Flut spült Buchstaben an Land.
Langsam versinken sie im Sand.

Für die Ewigkeit, ich liebe Dich.
Ich schreie Deinen Namen,
voller Sehnsucht, und schau ihm nach.
Ein Buchstabe fällt ins Meer.

Ich schreibe in den Sand,
doch die Flut holt es sich wieder.
Ich muss zu Dir, ich renne ins Meer,
geradeaus zu Dir, ein Meer voller Sehnsucht.
Wo sind all die Farben hin?

In meinem Meer aus Buchstaben,
suche ich den Weg zu Dir.
Renne durch den Herbst,
durch all die bunten Blätter.
Bis ich bei Dir bin.
Du mich in Deine Arme schließt,
ich Deine Wärme fühle.

Wenn ich Dich halte,
liebe und Dein Lachen seh,
steht die Zeit still.
Ruhe kehrt ein.

Langsam welken Blätter,
werden braun und alt.
Bis sie vertrocknet sind.

Doch zwischen all dem braun,
liegt schimmernd, nicht verwelkt,
ein rotes Blatt.

Auch wenn wir uns nicht sehen,
schau auf das Blatt,
ich bin bei Dir; immer.

Auch wenn wir uns nicht hören,
schau auf das Blatt,
hörst Du mich, ich liebe Dich!