Schlagwort: Leben

Blaue Welt

Blaue Welt

Du bist die blaue Kugel.
Die sich unaufhörlich dreht.
Mit der Zeit im Takt.
Bist unser aller Held.
Danke blaue Welt.

Wir nehmen dich aus.
Fügen dir tiefe Wunden zu.
Berauben dich deiner Schätze.
Geben dir so wenig zurück.
Wofür das alles, für Geld.
Danke blaue Welt.

Du bist einzigartig, für mich.
Auch wenn man sagt.
Es gäbe mehr solcher Kugeln.
Im nicht vorstellbaren Raum.
Weit hinter deinem Horizont.
Hoch oben am Himmelszelt.
Danke blaue Welt.

Du schenkst mir eine Heimat.
Einen Kontinent und einen Ozean.
Gar einen ganzen Planeten.
Ich würde gern alles von dir sehen.
Doch du bist so groß und weit.
Zu zweit mit deinem Mond.
Der uns die deine Nacht erhellt.
Danke blaue Welt.

Auf dir gibt es Wunder, kleine und große.
Doch du bist das größte Wunder.
Deine Ozeane tief wie das Blau.
Lebewesen, unzählige, unvorstellbar.
Wir jagen sie, töten sie, Stille.
Die Menschlichkeit verfällt.
Entschuldige blaue Welt.

Wir werden uns bessern.
Deine blauen Ozeane schützen.
Dich nicht mehr berauben.
Und deine Wunden heilen.
Weil du uns jeden Moment zeigst.
Das es auch anders geht.
Danke das ich auf dir leben darf.
Ich deine Ozeane lieben darf.
Und jeden Tag die Farben sehen kann.
Die nur du im schwarzen um dich rum.
Zum leuchten bringst.

Danke Welt.

Vatnajökull

Vatnajökull

Weiß an Eis, soweit der kalte Boden reicht.
Aus der Tiefe hochhinauf, bis an den Rand.
Schneetief die kalten Wellen lauern.
Endlos weites, blaues Eis treibt auf dem Meer.
Nur das tosende plätschern der Wellen hallt im Ohr.
Eisige Stille weht über das karge Land.
Kein Baum in weiter Ferne, nicht ein Blatt.
Nichts als saftig grüne Wiesen, weiße Flecken.
Springen, laufen, tanzen gar durchs Grün.
Unberührter Boden, Formen wie gemalt.
Schwarz wie keine Nacht an diesem Fleck.
Am Himmel bunte Lichterfäden, grüne, blaue.
Kleine Sterne fallen herab, landen sanft im Weiß.
Nicht selten bahnt sich ein rote Schlange.
Tief und laut durch jenes Land.
Das sie Tag um Jahr bedeckt, beschützt.
Tief im Berg, gar unter allem tobt das Leben.
Glühend rot und heiß so kalt wie Eis.
Wächst und wächst, verschlingt die Erde.
Bis sie bricht und Feuer in den Himmel speit.
Weiße Berge werden flüssig, ziehen ihre Bahnen.
Bedeckt von weichem Grau, dass aus der Erde steigt.
Elfen Folgen jenem Fluss bis weit ins Tal.
Dort leben Mensch an Elf, Seite an Seite.
Zeigen sich nur am Tag, nicht jedem.
Und nicht in drei Stunden Sommernacht.
Die Zeit steht hier nicht still.
Kein Ort sieht morgens aus wie gestern.
Aber langsam, langsam läuft die Zeit.
Die Vergangeheit vergeht hier niemals.
Manches bleibt ewig, für immer ein Teil.
Der ewig kargen Welt, nur kleine, schwarze Berge.
Wachsen hier und dort aus jenem Meer.
Das alles umgibt, schützend und magisch.

– Besser du stehst auf deinen eigenen Füßen als auf fremden –
Zitat des Landes

Rückenwind

Rückenwind

Du bist mein schönster Traum,
das Wunder nachdem ich trachte,
der Name den ich schon ewig suche.

Und sind die Zeiten stürmisch,
wie im Herbst; Laub im Herzen,
treibt mich der Wind zu Dir.

Mit Dir steh ich fest im Sturm,
treibst mich weiter; Rückenwind,
Du bist der Wind,
meine treibende Kraft.

Du bist das Meer in mir; der Wind,
der meine Wellen brechen lässt,
bist das Leben in mir; im Meer.

In mir wohnt ein Stern; Du,
leuchtest Nacht für Nacht,
an meinem dunklen Himmel,
zeigst mir den Weg; zu Dir.

Du bist was ich sehe; in Dir,
wenn ich den Weg nicht finde,
wie so oft nicht weiter weiß,
bist Du meine Antwort.

Ein Gefühl, unser Gefühl,
Sieben Buchstaben; ein Wort,
Dein Name, Corinna,
das tiefste Gefühl; Liebe.

Du bist das Gegenstück,
zu allem, was noch fehlt,
bist alles, was ich liebe.

Still und leise

Still und leise

Einem Menschen gewdimet, welcher leider viel zu früh diese Welt verlassen musste

Leere, nichts als wirre Gedanken.
Ich höre das Ticken der Uhr.
Still und leise,
schleicht der Zeiger auf die Sieben.
Meine Gedanken liegen,
still und leise,
sanft gebettet.
Auf meinem Kopfkissen,
drei einzelne Gedanken.
Still und leise,
meine Gedanken,
fallen aus meinem Kopf.
Mein Körper leer, meine Gedanken,
ganz weit weg von mir.
Still und leise,
buddel ich mich tiefer in die Leere.
Bis das weiße Nichts,
still und leise,
mich umgibt.
Die Zeit vergessen, wirkt wie angehalten.
Immer mehr Gedanken fallen aus mir,
still und leise.
Bunte Farben, Tränen.
Still und leise,
tickt das Uhrwerk immer lauter.
Noch läuft die Zeit, noch läuft die Zeit,
ganz still und leise.

Ich wache auf.
Leere.
Nur ein Traum?
Still und leise.
Das Ticken der Uhr,
es hämmert in meinem Ohr.
Still und leise,
mir wird klar,
meine Gedanken fallen aus mir.
Still und leise,
liege ich in meinem Bett.
Zähle die Sekunden, die Gedanken.
Still und leise.
Ich schlafe ein.
Verklungen auch der Ton,
still und leise,
monoton,
die Uhr nun,
still und leise,
steht.

Mein Leben als

Mein Leben als

Ist mir dieses, mein Leben zu langweilig?
Meine menschliche Hülle, mir selbst allzu vertraut?
Warum nur suche ich den einen Sinn?
Wozu bin ich hier, auf dieser Kugel?

Ich streife durch die Nacht, ziellos,
vorbei an grellen Lichtern, Farben!
Sehe Menschen, hohe Gebäude, ferne Wege.
Alles ohne Sinn, leer, nur Atome.
Dieselben aus denen ich bestehe!

Mein Alltag, nur irdische Aufgaben.
Alles menschengemacht, wie Krieg!
Warum nur kann ich nicht akzeptieren,
dass ich womöglich einzigartig bin,
als Mensch, auf dieser blauen Kugel?

Warum will ich nicht glauben,
das dieses Leben alles ist?
Verdammt es gibt so viel mehr.
Wir suchen Galaxien und ferne Welten.
Doch finden nur Vertrautes.

Wir suchen nicht mit dem Herz.
Verstand heißt nicht Verstehen!
Ich schau in die Welt und schließe die Augen.
Höre was all die Wunder mir sagen
und drehe die Musik so laut ich kann.

Ich lasse los, einfach los lassen!
Wie viele Fäden halten mich zurück?
Gefangen im eigenen Garn,
gesponnen aus Regeln und Linien.
Richtlinien!

Richte nicht, Urteile nicht, lebe!
Ich breite meine Flügel aus und fliege.
So hoch ich kann, so weit ich kann.
Bis zu den Engeln, nach Hause.

Ohne Dich

Ohne Dich

Alles vergangen, was wir erlebten.
Halbe Ewigkeiten her, erst gestern.
Waren wir allein, umgeben von Wasser.
Ein grünes Boot, ein Sommertag.
Ohne Dich wäre es nur Wasser.
Als wäre es gestern gewesen, Jahre her.
Der letzte Schnee im Winter.
Weiße Kugeln flogen durch die Luft.
Ohne Dich wäre es nur Schnee.
Erinnerungen, warme, barfuß.
An einem unbekannten Ort, unsere Insel.
Ohne Dich wäre es nur ein Wald.
Schon fast vergessen, lange her.
Ein Haufen weißes Blech.
Hat uns verbunden, Dich gefunden.
Ohne Dich wäre es nur Auto gewesen.
7 Jahre her, es wurden mehr und mehr.
Ein Blick, tiefes Gefühl, der erste Kuss.
Ohne Dich gäbe es keinen Kuss.
Unzählige Erinnerungen, tausend Bilder.
Jedes einzelne von uns, mit Dir, mit uns.
Zeigt unser Leben, unsere Liebe.
Jeden Tag, jedes Jahr, jeden Kilometer.
Der uns trennt und zusammenhält.
Wie ein graues Band aus Asphalt.
Ohne Dich wäre es nur ein Straße.
Doch es ist viel mehr, alles mit Dir ist mehr.
Mehr Leben, mehr Liebe.

Das beste Gefühl

Das beste Gefühl

Ich bin allein, kilometerweit.
Allein mit meinen Gedanken.
Mein Blick auf die Straße.
Nach vorn, immer weiter, schneller.
Wolken hängen schwer, helle Tropfen.
Rauschen an mir vorbei.
Im Kegel des Scheinwerferlichts.
Der Himmel tiefblau, über mir.
Meine Hand spürt den Wind.
Der zwischen meinen Fingern weht.
Ich drehe sie auf, so laut es geht.
Mein Lied, mein Beat im Radio.
Spüre die Schallwellen.
Auf meiner warmen Haut.
Fahre durch die Nacht.
Den Blitzen entgegen.
Meine Gedanken sind endlos.
Endlich frei, ziehen fort.
Der Wind entreißt sie meinem Kopf.
Plötzlich rotes Licht.
Ich komme zum stehen.
Höre wie der Regen auf Metall peitscht.
Jeden einzelnen Ton.
Sehe jeden Tropfen.
Das Blech zittert.
Tiefes Gefühl, Ruhe.
Ein Rinnsal auf der Scheibe.
Ich schaue ihm nach bis unten.
Freude, Anspannung, gelb.
Regen, Blitz, Donner.
Der Motor heult auf.
Ich zähle die Sekunden.
Die Räder drehen durch.
Grün, Leben!

Lebensfülle(r)

Lebensfülle(r)

Du langweilst dich.
Bist ganz allein.
Auch wenn du nicht alleine bist.
Vielleicht liegst du oben oder unten.
Manchmal auch daneben.
Du kannst es nicht bestimmen.
Nichtmal erzwingen.
Dann sprudelt es aus dir heraus.
Du hast keine Zeit zu denken.
Du schreibst und schreibst.
Verschwendest deine Tinte.
Dann schmeißt man es weg.
Das Blatt auf dem du schreibst.
Dann wirft man dich zurück.
In eine Ecke und vergisst dich.
Du bist allein, frierst, fühlst dich leer.
Jemand schüttelt dich.
Komm doch zur Vernunft.
Los schreib.
Doch vergebens…
Deine Lebenstinte ist verbraucht.

Universum

Universum

Stürme wüten im endlosen Nichts.
Strahlen heller als unser Feuerball.
Kräfte, wiegen unvorstellbar schwer.
Biegen und brechen den Raum.
Wolken voller Leben und Zerstörung.
Milliardengrößer als unsere blaue Kugel.
Kreisen, ziehen ständig neue Bahnen.
Auf der unseren Straße aus Milch.
Schwarze Kreise, hungrig, anmutig.
Ziehen alles tief in ihren Bann.
Halten es fest für immer und ewig.
Vertrocknete Kugeln, aus gefrorenem Eis.
Aus Diamant, Methan und Stein.
Irren durch die Zeit, den Raum und Traum.
Vom Mensch bis zum ewigen Ende.
Buntes Leben, dunkel, kalt, so grell.
Ein heller Blitz, verdunkelt alles.
Scheint millionmeter weit durchs Schwarz.
Wie weit und schwer kann Leere sein?
Können nie, niemals das Ende sehen.
Es wird größer, weiter, immer kälter.
So alt es ist, so weit können wir sehen.
Doch werden es niemals verstehen.
Hoffentlich, ist diese Reise endlich.
Wir entdeckten eine Welt, die unsere.
Und zerstörten sie, beuteten sie aus.
Tauchten tiefer als je zuvor, ins Blaue.
Bis es Dunkel wurde, tief am Grund.
Wir verseuchten es, raubten jeden Tag.
Wir flogen auf eine kleine, graue Kugel.
Und taten es wieder und wieder.
Was wir nicht brauchten, blieb dort.
Überall, menschlichen Spuren, überall.
An Orten, an denen wir nicht mal leben.
Hat uns ein Meerestier, uns unbekannt.
Jemals schon einen Wald zerstört?
Sterne kreisen umeinander, ziehen sich an.
Bis sie in einem Farbentanz verglühen.
Tonlos bis an den Rand des schwarzen Nichts.
Wir wissen schon zu viel, nie zu wenig.
Verstehen unseren Gegenüber nicht.
Die kleinen Dinge interessieren nicht.
Hört auf, hört endlich auf.
Wir müssen, können, wollen immer alles wissen.
Doch unsere Taten jetzt und hier.
Was richten sie, was tun sie unserer Zukunft an?
Das, genau das wissen wir nicht.

Jemand

Jemand

Draußen ist es kalt, in der Wohnung warm. Ich fühle mich einsam. Ich liege in meinem Bett; zwei Uhr dreizehn, starre an die Zimmerdecke – Weiß. Leer. Die Zeit hält mich am Leben. Gedanken kreisen in meinem Kopf, immer in dieselbe Richtung. Ich starre aus dem Fenster, auf die leeren Straßen, ziehen sich durch mein Leben. Leblos fällt mein Körper in sich zusammen. Alle fünf Sekunden, fällt ein Wassertropfen in die Spüle aus Metall. Zwei Minuten verstreichen, vierundzwanzig Wassertropfen fielen, nichts passierte. Monotoner Alltag. Ich stehe auf und bewege mich langsam durch die Wohnung. Jedes Zimmer leer. Auf dem Tisch im Wohnzimmer, steht in der Mitte eine Tasse, der Kaffee darin abgestanden. Warum bin ich einsam, frage ich mich? Ich werde doch geliebt – oder? Ich werde doch von irgendjemandem geliebt – oder? Wer ist dieser jemand der mich liebt? Warum tut mir dieser jemand weh? Ich starre auf die weiße Wand. Ich fühle mich leer, leer und einsam. Wer ist dieser jemand auf dem Foto, das an der Wand hängt? Er ist mir vertraut, ich habe Angst, ich kenne diesen jemand nicht. Die Zeit verstreicht, immer mehr Erinnerungen werden wach, klettern an meinen Gefühlen hoch und stürzen ab. Wieder und wieder, diese Stimmen im Kopf, sie quälen mich, zerdrücken mich, sie fressen mich auf, diese leeren Worte. Jedes Wort eine Lüge, jeder Blick gemalt. Ich sehe diesen jemand. In Gedanken. Ich schreie „jemand“, so laut ich kann. Verzweifelt suche ich zuflucht. Ich lebe, ich liebe Dich, ich vertraue Dir. Du bleibst stumm. Warum tust Du das?