Schlagwort: Liebe

Ein Bild

Ein Bild

Unser Anfang war nicht groß.
Nur ein paar Zentimeter.
Ein paar Farben, weißer Rand.

Mehr gab es nicht, mehr wollt‘ ich nicht.
Nur diese Farben, dieses Lachen.

Ich wünscht es mir, so sehr.
Wochen vergingen, Tage, Minuten.
Mein Wunsch wurde größer.
Größer und größer.

Das Bild hatte einen Namen.
Nur ein Wort, Dein Name.
Stand er auch nirgends geschrieben.
Er war immer da, in mir.

Gedanken überschlugen sich.
Mit einem Bild von Dir.
war jeder Tag ein bisschen schöner.
Jedes Gefühl so groß, gefühlvoller.

Doch ich vermochte es nicht zu hoffen.
Ich kenne Dein Bild, aber kennst Du mich.
Nein, nicht einmal meinen Namen.

Ich fühle etwas; glaube ich.
Ich liebe Dich, aber ich kenne Dich nicht.
Oder liebe ich ein Bild, Deine Farben auf Papier?

Ich weiß es nicht, aber es macht glücklich.
Dein Lachen zu hören; ich stell’s mir vor.
Sehe Deine Haare, im Wind.
Wie sich kleine Schneeflocken darin verfangen.

Noch immer, kenne ich Dich nicht.
Aber ich wünsche es mir.
Jeden Moment meines Lebens.

Ist es falsch, diese Lippen küssen zu wollen?
Über das warme Gesicht streichen zu wollen?
Vielleicht ist es falsch, Dich wundervoll zu nennen?
Ja vielleicht ist es sogar falsch Dich zu lieben?

Es ist nur ein Bild, es war nur ein Bild.
Heute malst Du jeden Tag ein Bild.
Es wird immer größer und größer.
so wie mein Wunsch.

Du malst bedingungslos, voller Liebe.
mit allen Farben die Du kennst.
Mit jedem Kuss, den Du mir schenkst,
malst Du unser Bild weiter.

Ja, vielleicht war es falsch ein Bild zu lieben!
Es waren Tage, Wochen die verstrichen…
in denen ich Dich schon hätte lieben können.
Und nicht ein Bild, ein Bild von Dir.

Ich hoffe Du hörst niemals auf zu malen.

Corinna.

Rückenwind

Rückenwind

Du bist mein schönster Traum,
das Wunder nachdem ich trachte,
der Name den ich schon ewig suche.

Und sind die Zeiten stürmisch,
wie im Herbst; Laub im Herzen,
treibt mich der Wind zu Dir.

Mit Dir steh ich fest im Sturm,
treibst mich weiter; Rückenwind,
Du bist der Wind,
meine treibende Kraft.

Du bist das Meer in mir; der Wind,
der meine Wellen brechen lässt,
bist das Leben in mir; im Meer.

In mir wohnt ein Stern; Du,
leuchtest Nacht für Nacht,
an meinem dunklen Himmel,
zeigst mir den Weg; zu Dir.

Du bist was ich sehe; in Dir,
wenn ich den Weg nicht finde,
wie so oft nicht weiter weiß,
bist Du meine Antwort.

Ein Gefühl, unser Gefühl,
Sieben Buchstaben; ein Wort,
Dein Name, Corinna,
das tiefste Gefühl; Liebe.

Du bist das Gegenstück,
zu allem, was noch fehlt,
bist alles, was ich liebe.

Ohne Dich

Ohne Dich

Alles vergangen, was wir erlebten.
Halbe Ewigkeiten her, erst gestern.
Waren wir allein, umgeben von Wasser.
Ein grünes Boot, ein Sommertag.
Ohne Dich wäre es nur Wasser.
Als wäre es gestern gewesen, Jahre her.
Der letzte Schnee im Winter.
Weiße Kugeln flogen durch die Luft.
Ohne Dich wäre es nur Schnee.
Erinnerungen, warme, barfuß.
An einem unbekannten Ort, unsere Insel.
Ohne Dich wäre es nur ein Wald.
Schon fast vergessen, lange her.
Ein Haufen weißes Blech.
Hat uns verbunden, Dich gefunden.
Ohne Dich wäre es nur Auto gewesen.
7 Jahre her, es wurden mehr und mehr.
Ein Blick, tiefes Gefühl, der erste Kuss.
Ohne Dich gäbe es keinen Kuss.
Unzählige Erinnerungen, tausend Bilder.
Jedes einzelne von uns, mit Dir, mit uns.
Zeigt unser Leben, unsere Liebe.
Jeden Tag, jedes Jahr, jeden Kilometer.
Der uns trennt und zusammenhält.
Wie ein graues Band aus Asphalt.
Ohne Dich wäre es nur ein Straße.
Doch es ist viel mehr, alles mit Dir ist mehr.
Mehr Leben, mehr Liebe.

Meine Liebe

Meine Liebe

Es gab mal eine Zeit, da glaubte ich nicht mehr an Liebe.
Naiv wie ein Kind, stellte ich mir vor, wie ich meine Liebe verpacke.
In einem kleinen Paket und es verschicke.
In der Hoffnung, dass es irgendjemand mal öffnet und sich darüber freut.
Doch schon das scheiterte.
Es war so viel Liebe, dass mein Paket zu schwer war.
Viel zu schwer.
Also verschenkte ich immer mehr Liebe, doch niemand wollte sie.
Und so warf jeder meine Liebe wieder weg, lieblos und unachtsam.
Das tat weh, sehr weh.
Ich behielt mir ein kleines bisschen Liebe, tief in mir.
Vielleicht würde ja doch, irgendwann mal, jemand meine Liebe wollen.
Und an dem Tag, als ich auch dieses kleine bisschen Liebe, aufgegeben hatte.
Schenkte mir jemand ein Paket.
Ein Paket das so schwer war, das man es kaum tragen konnte.
Und es war kein großes Paket, ganz unscheinbar und klein.
Vorsichtig und voller Neugierde öffnete ich das Paket.
Ich wollte es nicht glauben.
Ich schaute noch einmal in das Paket, und es war noch immer da.
Ein Herz, voller Liebe, voller Zuneigung und Vertrauen und voller Wärme.
Es war nicht irgendein Herz.
In dem Paket lag ein kleiner Zettel.
In kleiner Schrift darauf ein Name.
Dein Name, Corinna.
Deiner.
Du hast mir Dein Herz geschenkt.
Mein Herz in Liebe ertränkt.
Und so wuchs und wächst noch immer,
jeden Tag und jeden Moment,
das Sprössling Liebe in mir, dass Du mir schenktest.
Und dieser Sprössling liebt Dich jeden Tag mehr.
Und mehr und mehr und Meer.

Eisiges Feuer

Eisiges Feuer

Dein Haar glutrot, tanzt um das lodernd Holz.
Ein knistern, Klänge weich wie Federn.
Schwarze Rosen zieren deinen Leib.
Deine Haut so sanft wie Mondenschein.
Trägst du doch Spuren eines alten Kusses.
Sag wer gab ihn dir, wer liebte dich so sehr.
Im Feuer deiner Liebe brennt sein Name.

Nackt, geboren wie wir sind.
Tanzt du leise um den See aus Sehnsucht.
Rosenblätter fallen auf dich herab.
Ein jenes Blatt es welkt, wird braun.
Sieben Rosen werden schwarz.
Ein neuer Kuss auf deinem Leib.

Die Schlacht ist jüngst geschlagen.
Weder Sieg noch bitterliches Ende.
Auf weiter Wiese taumelt im eisigen Wind.
Ein junger Sprössling zart und unberührt.
Sieben Tage willst du wachen.
Das kein Narr, kein Ross, kein wildes Tier.
dem jungen Leben schenkt ein Ende.

Ein Blumenkranz in deinem Haar.
Trägst eine Hand voll Nelken in die Welt.
Wer wird ernten was du säst?.
Im Winde weht dein seiden‘ Kleid.
Rufst seinen Namen in den Sturm.
Sieben Töne klingen in die Ferne.

In mir eine Melodie, ich folge ihr.
Durch Wald und Täler will ich gehen.
Sieben Nächte von dir träumen.
Dein Herzschlag leitet mir den Weg.
Vorbei an einem See aus Sehnsucht.

Ich suche uns solange bis ich bei dir bin.
Meine Hand, ich lege sie in deine.
Deine Rosen blühen auf.
Tränen fallen auf die schwarze Farbe.
Schenk mir nur einen Kuss.
In meiner Hand, ich halte es ganz fest.
Ich brachte es zu Dir, es ist die Nelke deine!

Los, bauen wir eine Mauer

Los, bauen wir eine Mauer

Los, bauen wir eine Mauer!

Kommt lasst uns eine Mauer bauen.
Das gute im Herzen lässt sich bestimmt noch versauen!

Was sind schon Gefühle, wenn es nicht die eigenen sind?
Das sind doch nur Menschen und ein paar Kinder, wir sind eben blind.

Lasst sie nicht rein, und schmeißt sie hier raus!
Wir Spießer reihen weiter Haus an Haus.

Niemand hat Platz, jeder hat Angst.
Merkst du als Mensch was Du da verlangst?

Habt ihr vergessen was damals war?
Es war aus Stein und stand einfach da.

Hattet ihr Angst, die andere Seite zu sehen?
Hat man euch beschimpft und weggesehen?
Noch schlimmer, jeder muss es gestehen.
Wer wollte da schon mitgehen?

Es ist doch egal, wie jemand aussiehst.
Woher er auch kommt und was auch geschah.
Jeder einzelne wäre Tod; beinah!
Suchen alle eine Chance und das halt stadtnah.

Ja es macht Angst, es braucht auch Vertrauen.
Was sollen wir mit Hass, darauf kann man nicht bauen!

Der Weg in ein anderes Land, aus dem eigenen verbannt.
Oder aus Angst ohne Familie allein los gerannt.

Meint ihr wirklich, das sind Träume für die jemand lebt?
Menschen, dessen Leben in Containern vergeht.

Wer nährt diesen Hass und die Dummheit auf diesem Planet?
Wir haben alle nur den einen, wie wärs wenn sich etwas bewegt?

Es ist wie es ist, dass wird sich nicht ändern.
Es bleiben immer noch Menschen, nur aus anderen Ländern.

Durchlebten Nächte der Angst, wir hörten Musik und schauten Fern.
Überlebten Tage voller Angriffe durch Bomben, kennen kein Stern.
Wenn die Lichter am Himmel nur Unheil bringen.
Was erzählt ihr den Kindern, während Fenster zerspringen?

Haben sich endlich gerettet, wollen nur ein Dach und eine Nacht Ruhe, raus aus dem Dreck.
Lebend neben der Familie aufwachen und etwas Nahrung, wir werfen sie doch sonst eh weg.

Kommt lasst uns eine Mauer bauen.
Das gute im Herzen lässt sich bestimmt noch versauen!

Wacht endlich auf, der Hass bringt hier niemanden weiter!
Keine Angst da strebt niemand nach, sind alle schon Zweiter.

Wir wollen alle nur Hoffnung und ein Lachen.
Also reißt die Mauern in den Köpfen ein und lasst uns aufwachen!

Mensch ist Mensch, Krieg ist Krieg, Sieg ist…
immer Krieg, menschen gemacht, wählt eure Worte mit bedacht!

Jedem kann es einmal so gehen!
Wollt ihr das dann so sehen?

Angekommen im gelobten Land, keine Bombe nur ein Himmel voller Sterne.
Die erste Nacht, der erste Schlaf, da hört man Hassparolen in der Ferne.
Wieder Angst, wieder Flucht?

Reißt die Mauern in den Köpfen endlich ein!
Seht es ein, es ist unser Planet, was wir zerstören müssen wir auch aufbauen!

Unser König

Unser König

In tiefschwarzer Nacht.
Kämpfe ich mich zu dir.
Durch den schutzlosen Wald.
Alle Farben kalt versteckt.
Die große Welt mit Seide bedeckt.
Aus dem tiefen, unserem Tal.
Erhebt sich der König aus Stein.
An dem wir uns einst trafen.
Dein golden Haar, es wehte im Wind.
Schönheit, die deine, die alles umgab.
Wärmte mein zitterndes Herz.
Ich laufe zu dir, kämpfe die Schlacht.
Bis ich aus meinem Traum erwacht.
Wir liebten uns ins Glück.
Zogen durch das ferne Land.
Wie viele Blumen vergingen in alter Zeit?
Welche Herzen welkten die wir trafen?
Deine Stimme ruft nach mir.
Ich folge ihr wohin sie mich auch führt.
Ich schenkte dir einen Stern.
Allein dein Lachen strahlt heller.
Geleitet mich auf schmalem Wege.
Von grünen Blättern perlt der Regen.
Flutet Meere, Seen und Wälder.
Tränen fallen bis zum Grund.
Bis ein Kuss vondeinem Mund.
Die deine, unsere Welt verstummt.
Prinz und Prinzessin ward vereint.
Halt mich, lass mich nicht ziehen.
Auf dem Berge, unserem König.
Tanz ich mit dir das Leben.

Der kleine Drache

Der kleine Drache

Fast lautlos fliegt er durch die Welt, jeder Flügelschlag so voller Kraft.
Wärmt sich im Licht der Sonne; seine Schwingen glänzen bunt.
Erschöpft verweilt er eine Zeit, ruht nicht lange auf demselben Fleck.
Erst ein Baum mit grünem Stamm und gelbem Blätterkleid.
So leicht, ein Windstoß reißt ihn fort, zerbrechliche Schönheit.
Ruht auf einem Blatt, größer als sein Schatten.
Ich greife nach ihm, mit meiner Hand und fange den Drachen.
Ängstlich schlägt er mit den Flügeln, so verletzlich, Flügel weich wie Samt.
So leicht ich spüre ihn kaum, könnt‘ ihn ein Leben lang halten.
Ich lasse los, nur einen Herzschlag später ist er fast vergessen.
Mein bunter Drache, ich erinner mich noch lange.
Sein Umriss wird kleiner, ich schau ihm nach bis in die Ferne.
Geblieben ist nur ein Bild, von einem Drachen.
Manch einer nennt dieses Geschöpf auch Schmetterling.
Doch Kinderaugen sehen einen Drachen.
Menschen nennen es Macht!
Doch Kinderaugen sehen den Krieg, den Schmerz!
Ihr nennt sie Feinde!
Doch Kinder nennen sie Familie.
Hört auf und lasst die Drachen frei.
Kein Krieg macht Menschen so mächtig wie ein Kinderherz nur sein kann!

Jemand

Jemand

Draußen ist es kalt, in der Wohnung warm. Ich fühle mich einsam. Ich liege in meinem Bett; zwei Uhr dreizehn, starre an die Zimmerdecke – Weiß. Leer. Die Zeit hält mich am Leben. Gedanken kreisen in meinem Kopf, immer in dieselbe Richtung. Ich starre aus dem Fenster, auf die leeren Straßen, ziehen sich durch mein Leben. Leblos fällt mein Körper in sich zusammen. Alle fünf Sekunden, fällt ein Wassertropfen in die Spüle aus Metall. Zwei Minuten verstreichen, vierundzwanzig Wassertropfen fielen, nichts passierte. Monotoner Alltag. Ich stehe auf und bewege mich langsam durch die Wohnung. Jedes Zimmer leer. Auf dem Tisch im Wohnzimmer, steht in der Mitte eine Tasse, der Kaffee darin abgestanden. Warum bin ich einsam, frage ich mich? Ich werde doch geliebt – oder? Ich werde doch von irgendjemandem geliebt – oder? Wer ist dieser jemand der mich liebt? Warum tut mir dieser jemand weh? Ich starre auf die weiße Wand. Ich fühle mich leer, leer und einsam. Wer ist dieser jemand auf dem Foto, das an der Wand hängt? Er ist mir vertraut, ich habe Angst, ich kenne diesen jemand nicht. Die Zeit verstreicht, immer mehr Erinnerungen werden wach, klettern an meinen Gefühlen hoch und stürzen ab. Wieder und wieder, diese Stimmen im Kopf, sie quälen mich, zerdrücken mich, sie fressen mich auf, diese leeren Worte. Jedes Wort eine Lüge, jeder Blick gemalt. Ich sehe diesen jemand. In Gedanken. Ich schreie „jemand“, so laut ich kann. Verzweifelt suche ich zuflucht. Ich lebe, ich liebe Dich, ich vertraue Dir. Du bleibst stumm. Warum tust Du das?

Buntes Band

Buntes Band

Dieses tiefe Gefühl der Geborgenheit,
das Lachen der Menschen zu sehen die man liebt,
ihre Gefühle zu fühlen und sie aufzufangen,
wenn sie fallen und ihnen zu zeigen,
wie wertvoll sie sind, das ist das bunte Band.
Niemand durchtrennt dieses bunte Band,
was umgeben von grauer Leere, welche die Farben trübt,
das Gefühl einer Familie aufrechthält.
Nichts auf dieser Welt, in der Welt,
die ich mir selbst geschaffen,
aufgebaut auf Gefühlen und Erinnerungen,
ist stark genug, das Band zu durchtrennen.

Doch dieses Gefühl das niemals zu hören ist,
und doch im Kopf hämmert und schmerzt,
als wäre es der lauteste Ton,
bringt dieses Band zum schwingen.
Und wenn die Fassade zerbricht,
langsam zerbröckelt und Vergangenheit,
die Gegenwart umhüllt, das bunte Band zu reißen droht,
dann halte ich es mit meinen Händen zusammen.
Niemand durchtrennt dieses bunte Band,
es ist meine Familie, bunt wie das Leben,
Und wenn hundert Tränen mich zu Fall bringen,
steh ich für nur eine Träne wieder auf,
und trockne sie, selbst wenn diese Träne rot ist.
In dem bunten Band steht es geschrieben,
wie ein Schwur, dass niemand jemals dieses Band durchtrennt.

Und wenn wir alle einen Teil vom bunten Band,
mit unseren bloßen, nackten Händen,
bis auch die letzte Träne getrocknet ist,
zusammenhalten, wie wir alles zusammen,
was uns das Leben in den Weg wirft,
bis zum letzten Augenblick durchstehen,
dann werden wir das Gefühl in uns spüren,
dass wir fühlten, als wir noch nicht auf dieser Welt waren,
geborgen und geschützt, ganz tief und unversehrt,
in jenem Menschen, der uns dieses wunderbare,
und manchmal auch unverständliche Leben schenkte.
Niemand durchtrennt das bunte Band.