Schlagwort: Meer

Nimm mich mit

Nimm mich mit

Mein Blick schweift ab, endlich.
Drückt sich immer tiefer in meinen Kopf.
Zeichnet sich unscharf in mir ab.
Nimm es, nimm mich mit, bitte.
Schreie ich in mich hinein.
Wie tief bist du, wie weit reicht deine Kraft.
Heute bist du sandfarbend.
Schon bald bist du gänzlich fort.
Doch jetzt, jetzt kommst du wieder.
Ich lausche dir, wie eine Symphonie.
Kringeln sich deine Wellen in mein Ohr.
Auf manchen Tönen weißer Schaum.
Beruhigend deine Unruhe, du tobst.
Nimm mich mit, zeig mir die Welt.
Barfuss gebe ich mich dir hin.
Ich spüre dich, die kälte deiner Wut.
Unter mir dein Sand, klebrig fein.
Bohrt sich durch meine Haut.
Wind peitscht auf meine nackte Haut.
Nimm mich endlich mit.
Hörst du mich, ich schreie es hinaus.
Doch niemand hört es, nichtmal du.
Bist längst weit fort, wie ist es dort?
Ich werde warten, sechs Stunden.
Bis du wiederkehrst.
Deine tosenden Wellen mich packen.
Und…

Flügelrichtung Meer

Flügelrichtung Meer

Immer zu gen Wasser.
Nah ob weit zu zweit.
Vor und hinter jedem Deich.
Jeder Hafen lockt sie an.
Im blauen Oben fliegt.
Lauthals die weiße Pracht.
Kreischt und schreit.
Erzählt von Schiffen.
Hohen Wellen und Seemannsgarn.
Kreisen, reisen, bleiben niemals still.
Treiben langsam wie der Wind es will.
Hunderte flügelbreiten weit.
Kreisen die Möwen immer.
Flügelrichtung Meer.

Meer Flut bei Ebbe

Meer Flut bei Ebbe

Du kannst es Dir jetzt auch anhören 🙂

Sanft peitscht der Wind der rauen See, auf Deine Haut
Auf einem großen Felsen, stehst Du fest im Meer
In meinem Meer aus Liebe, eine Welle voll Gefühl
Der Felsen fest verankert auf dem Grund des Meeres
Mit schweren Ketten, rostig braun; glänzen weiß
Dein weißes Tuch es weht im Wind, salzig ist die Luft
Legt sich rau und blass auf Deine weiche Haut
Der Mond am Horizont, das Meer ist schwarz
Am Meeresgrund verschwunden tauchen Tränen auf
Ein beben tief im Meer, der Felsen bricht in zwei
Meer und Meer Wellen, meine Gefühle zerschellen
Die Luft schmeckt bitter, es wird kalt
Wo ist des Felsens sicherer halt, Rost
Die Kette bricht, peitscht in das Meer
Zerschlägt das dünne Eis wie Glas
Das Meer, es türmt sich auf
Dein schwarzes Haar, dunkel, schimmert
Voller Perlen aus Salz, weht es im Sturm
Über Dir der Himmel bricht, die Wolken fallen
Bitterer Regen trocknet Deine Tränen
Ebbe und Flut, das Meer es tanzt, es bebt, es lebt
Tausend Fische springen, fallen aus dem Meer
Im Glanz der Sterne schimmert Salz auf Deiner Haut
Leise fällt ein Stern ins Meer
Meer sein, Meer fühlen, Meer Leben