Schlagwort: Nachts

Symphonie

Symphonie

Die Nacht zaubert ein Lichtermeer.
An den sonst so finsteren Himmel.
Erst das Licht, dann folgt der Ton.
Farben malen Gefühle in mir aus.
Kleine Tränen wollen mir entweichen.
Doch der eisige Wind friert sie fest.
Blaugrünes Licht schimmert in ihnen.
Ein Flammenmeer brennt alles nieder.
Glänzende Funken regnen herab.
Ohrennetäubender Lärm hallt durch die Zeit.
Die ich für Minuten gebannt anhalte.
Alles um mich herum vergesse.
Und in die Galaxie über meinem Kopf eintauche.
Wieder ein Bild, wieder eine Farbe.
Rotblauer Regen fällt den Himmel hinauf.
Ich sehen kleine Funkenkugeln.
Sie schnelle an den Farben vorbei.
Ein monotoner Knall, ein rauschen.
Das Himmelszelt es leuchtet, funkelt.
In einer Symphonie aus Rauch.
Das bunte Farbenspiel soll nie enden.
Meine Gedanken überschlagen sich.
Die Töne werden lauter, weiß.
Eine neue Galaxie, rot.
Der Takt verdoppelt sich, grün.
Sterne fallen vom Himmel, blau.
Was bleibt ist Dunkelheit.
Und die Erinnerung.
An eine Symphonie.

Foto von Corinna P.

Nachts

Nachts

Schwarz, helles schwarz.
Dunkles Schwarz, dazwischen.
Flecken, kantiges Weiß.
Unwirkliche Formen der Wirklichkeit.
Ein Rauschen umgibt mich.
Ich lebe und bin wach.
Das ungleichmäßige Atmen.
Ein und aus, schwarz und weiß.
Des Menschen den ich liebe.
Ja jene Geräusche, ein und aus.
Treffen tief auf mein linkes Ohr.
Vermischt sich mit dem Rauschen.
Ich starre den wirren Flecken nach.
Kenne den Raum in dem ich liege.
Erkenne ihn aber nicht.
Die Formen verzerrt, die Farben.
Von weiß bis schwarz.
In meinem Kopf hallt ein Konzert.
Der Tag zieht vorbei, tonlos.
Mehr Stille dringt in mich ein.
Mein Körper windet sich.
Doch findet keinen Schlaf.
Denk doch bitte nicht mehr nach.
Winter, eine Straße, Herbst, Töne.
Blut, im Schnee, von Laub bedeckt.
Meine Augen zittern, mein Puls rast.
Ich bin hellwach, ein dunkler Traum.
Wie lange war ich fort.
Nur Sekunden, keine Ewigkeit.
Schwarzes Rauschen, weiße Formen.
Noch immer dröhnt die Luft.
Welche sich sanft in mein Ohr verwirbelt.
Die Decke starrt mich an.
Leere, nur ein schwarzes Viereck.
Durch das Fenster dringt ein Licht.
Verzerrt die mir vertrauten Dinge.
Und wirft sie an die Wand.
Ich atme ein und aus.
Absichtlich taktlos, Dur und Moll.
Ich schlafe ein und aus.
Gedanken stürzen sich hinab.
Fallen tiefer ins Dunkel.
Ergibt das alles einen Sinn?.
Ich wirre die Gedanken.
Fädel sie ein und stecke sie auf.
Suche den Sinn, sehe die Formen.
Schwarz.
Ich schlafe.
Grau.

Kopfstaben im Schlaf

Kopfstaben im Schlaf

Diese innerliche Stille wird immer lauter.
Kann vor lauter Leere nicht denken.
Es quetscht mich zusammen.
Während alles aus mir herausbricht.
Hat sich alphabetisch aufgetürmt.
Bis einer an dem A gezogen hat.
Alles brach in sich zusammen.
Unten türmte sich die Wahrheit auf.
Ein Haufen wirrer Zeichen ohne Punkt.
Kein Anfang und kein Ende.
Es fällt immer weiter, immer mehr.
Ich kann es kaum noch sehen.
Niemand kann es sehen.
Es passiert in dir, in mir tief drin.
Immer und wieder immer wieder und.
So stapeln sich Wörter und Sätze.
Ohne Verstand und Sinn.
Fragen platzen über mir.
Wann hört das auf, was soll das alles sein.
Ich will mich nur befreien.
Wieder fällt mir etwas aus dem Kopf.
Ich halt es fest, wo ist es nur?
Wach.
Ruhe.